Hauptübung 2012

Einsatzort ist der Kindergarten Herlazhofen - Zwölf Neulinge legen die Jugendflamme eins ab

Leutkirch - Herlazhofen Eine beeindruckende Hauptübung aller Leutkircher Jugendfeuerwehren haben die mehr als 60 Jugendlichen mit ihren Abteilungsleitern und Betreuern am vergangenen Freitagabend absolviert.

Verschont von Wassermassen von oben, wurde der Bereich hinter dem Kindergarten in Herlazhofen jedoch ordentlich unter Wasser gesetzt, denn die Vorgabe lautete: Brandlöschung im Kindergarten mit Rettung von verletzten Kindern.

Mit Disziplin und fachmännisch durchgeführten Löschangriffen der Gruppen aus Leutkirch und den Jugendabteilungen aus Friesenhofen, Herlazhofen und Reichenhofen konnte das vermeintliche Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend wurden die Prüfungen zur Jugendflamme eins abgenommen.

Wie schnell und sicher bereits die Jugendwehren der Großen Kreisstadt reagieren und hantieren, davon konnte sich nicht nur der stellvertretende Kommandant der Leutkircher Feuerwehr, Manfred Stör, überzeugen, auch Ortsvorsteher Alois Peter und etliche Zuschauer hatten sich zur Hauptübung am Kindergarten Herlazhofen eingefunden. Der Aufbau der Löschangriffe an zwei Hydranten klappte ebenso reibungslos wie die imaginäre Rettung verletzter Kinder.

Stadtjugendwart und Einsatzleiter Christian Herter sowie die jeweiligen Abteilungsleiter Wilhelm Münz (Friesenhofen/Winterstetten), Simon Netzer (Herlazhofen/Urlau) und Martin Zeh (Reichenhofen) zeigten sich zufrieden. Auch die jeweiligen Jugendbetreuer überwachten das Geschehen und gaben hier und da Rat und Hilfestellung, wenn nötig, ansonsten agierten die einzelnen Trupps selbstständig.

Schläuche ab- und aufrollen

Nach dem flotten Abbau der Löschangriffe wurde der Großeinsatz der Jugendfeuerwehren durchgesprochen. Anschließend zeigten zwölf Anwärter zur Jugendflamme eins, die erste Prüfung des Feuerwehr-Nachwuchses, an vier verschiedenen Stationen ihr Können.

In Gruppen oder einzeln erläuterten oder zeigten sie, wie beispielsweise die Wassersicherstellung am Hydranten abläuft, wie bestimmte Knoten gehen oder wie Schläuche ab- und aufzurollen sind. „Wir sind froh, so viele interessierte Jugendliche bei der Stadt- und den jeweiligen Teilgemeinde-Feuerwehren zu haben, es können sich aber nach den Ferien jederzeit weitere Jugendliche bei uns melden. Ein Zugpferd, vor allem bei den Jungen, sind die Fahrzeuge und die Technik dahinter“, sagt Christian Herter, der seit 2007 den Jugendwehren vorsteht. Insgesamt bilden die Stadt und ihre Abteilungen derzeit an die 80 Jugendliche aus.

Die Abteilung Reichenhofen kann sogar vier Mädchen aufweisen, die alle zusammen im Jahr 2010 zur Jugendfeuerwehr kamen und sich nicht scheuen, hier Verantwortung und Pflichten zu übernehmen.

Bei der Feuerwehr lernen Jugendliche neben ihrer „technischen Ausbildung“ in einer richtigen Uniform nicht nur Teamfähigkeit und Kameradschaft kennen, auch die Persönlichkeitsentwicklung wird positiv beeinflusst.

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